Blick auf das Meer und den Horizont - Sinnbild für Weite, Übergang und Neubeginn

Ich dachte, ich müsste erst klar sein bevor ich anfange

Ich habe lange gedacht, dass ich erst noch klarer sein müsste und genau benennen können sollte, was ich anbiete, bevor ich es überhaupt ausspreche. Dass es erst dann Sinn macht, damit nach außen zu gehen, wenn alles greifbar und in sich stimmig ist.

Aber genau das stimmt für mich gerade nicht mehr.

Klarheit entsteht nicht vor dem Anfang

Das, was ich geben kann, ist nicht etwas, das erst noch entstehen muss. Es ist längst da und zeigt sich immer wieder – in Gesprächen, in Momenten, in denen jemand innehält und beginnt, sich selbst wieder ein Stück näher zu kommen.

Ich merke, dass ich darauf gewartet habe, diesen Punkt vollständig greifen zu können. Ihn sauber zu formuieren und ihn so einzuordnen, dass keine offenen Fragen mehr bleiben.

Und gleichzeitig zeigt sich gerade, dass genau dieses Warten mich an einer Stelle hält, an der ich eigentlich längst weiter bin.

Was in meiner Arbeit entsteht

Ich arbeite nicht mit fertigen Antworten und gebe keine Richtung vor. Gleichzeitig entsteht in diesem Raum oft etwas, das vorher vielleicht nur diffus da war und plötzlich klarer wird oder sich zumindest anders zeigt.

Es geht nicht darum, etwas vorzugeben oder zu erklären. Eher darum, gemeinsam hinzuschauen und wahrzunehmen, was ohnehin da ist, aber vielleicht noch keinen Platz hatte.

Und genau darin liegt etwas, das sich nicht vollständig planen oder vorab festhalten lässt.

Der Punkt, an dem ich nicht länger warten möchte

Vielleicht ist genau das der Punkt, an dem ich nicht länger warten muss, bis alles vollständig formuliert ist.

Nicht, weil jetzt plötzlich alles klar ist, sondern weil ich merke, dass die Klarheit nicht vorher entsteht. Sie entsteht in dem Moment, in dem ich beginne, das auszusprechen, was da ist.

Wenn du dich darin wiederfindest

Wenn du dich darin wiederfindest und merkst, dass du gerade selbst an einem Punkt bist, an dem sich etwas verschiebt, ohne dass du es schon greifen kannst, dann kannst du dich bei mir melden.

Nicht, weil ich dir sage, was richtig ist, sondern weil wir gemeinsam hinschauen.

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